Minimal Wallet nach EU Norm – Die Entwicklung

Prototyp 1 des Minimal Wallets EU (Foto: Florian Rathcke)

Prototyp 1 des Minimal Wallets EU (Foto: Florian Rathcke)

Klimpergeld

Jeder kennt sie: Die Leute mit den fetten, vollgestopften Portemonnaies, die im Restaurant oder im Büro immer auf dem Tisch liegen. Kein Wunder, würde man diese Klumpen in der Gesäßttasche lassen, müsste man im stehen essen, bzw. arbeiten. Bisweilen ertappt man sich selbst auch als latenten Kassenzettel-Messy. Wohin damit an der Kasse? Einfach in die Geldbörse stecken, die hat man ja eh gerade in der Hand. Später kann man ihn dann raus nehmen und wegschmeißen. Als ob.

Ich wage zu behaupten, dass ungefähr 50% des Inhaltes so eines Portemonnaies ungesehen in den Müll wandern können. Weitere 30% bestehen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus irgendwelchen Bonuskarten, die man eh immer vorzulegen vergisst. Die restlichen 20% schließlich, sind das, was der Geldbörse ihren Namen gibt: Geld. Ob nun als Karte, Schein, oder Münze. Und damit sind wir schon beim eigentlichen Dilemma, dass bei kaizencrafts.com eine mehrwöchige Feldstudie ausgelöst hat.

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PROTOTYP 2 DES MINIMAL WALLETS EU (FOTO: FLORIAN RATHCKE)
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PROTOTYP 2 UND PROTOTYP 1 IM VERGLEICH (FOTO: FLORIAN RATHCKE)

Greenbacks

Weltweit, aber vornehmlich in den USA, hat sich in den letzten Jahren ein vielseitiges Angebot an sogenannten „Minimal Wallets“ etabliert. Es ist schon mehr eine Bewegung, als ein Trend, wie man auf Seiten wie Carryology, oder Everydaycarry beobachten kann. Denn nicht nur wir haben erkannt, dass es sehr befreiend ist, sich vom unnützen Ballast zu lösen und sich auf den eigentlichen Kern einer Sache zu besinnen: „Reduce to the max“. In diesem Falle bei der Geldbörse. Das große Problem für uns Europäer ist nur, dass in der EU dem Münzgeld viel mehr Gewicht zukommt – Im doppelten Sinne. In den USA beispielsweise, beginnt das Münzgeld erst unter einem Dollar. Dementsprechend weniger trägt man davon mit sich herum. Also sind die meisten Minimal Wallets nur auf Karten und Scheine ausgelegt. Das Münzgeld ist zu vernachlässigen und kann gegebenenfalls in der Hosentasche getragen werden. Oder man rundet im Restaurant gleich auf, so das man gar nicht erst in dessen zweifelhaften Besitz gelangt.

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EINER VON VIELEN ENTWÜRFEN (FOTO: FLORIAN RATHCKE)
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PROTOTYP 2 UND PROTOTYP 2 IM VERGLEICH (FOTO: FLORIAN RATHCKE)

Selbsthilfegruppe

Anders in Europa. Hier kann man gern mal ein paar Euro in Münzgeld mit sich rumschleppen. Viel höhere Werte als bei ein paar Quarters oder Nickels. Und auch ein viel größeres Volumen. Eher lästig, wenn dieses Gewicht an der Hosentasche zerrt und bei jedem Schritt klimpert. Also musste ein Minimal Wallet für Europa her. Und mit diesem neu gesteckten Ziel begann unser Feldversuch, bei dem diverse Dummies in der Praxis getestet wurden und ein regelrechter Wettbewerb stattfand, wer das kompaktere Portemonnaie bei gleichem Inhalt entwerfen konnte.

Nach vielen Entwürfen und drei Dummies, die wir über mehrere Wochen testeten, kamen wir schließlich zu der Überzeugung, das Prototyp 3 das ideale Gleichgewicht aus Platzersparnis und Platzangebot ist. Wie unser EU konformes Minimal Wallet nun aber schlußendlich aussieht, präsentieren wir euch in unserem nächsten Post. Man muss sich ja auch noch auf etwas abseits des Wochenendes freuen können 😉

Prototyp 3 des Minimal Wallets EU während der Fertigung (Foto: Florian Rathcke)

Prototyp 3 des Minimal Wallets EU während der Fertigung (Foto: Florian Rathcke)

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