„deejo Wood“ – Das elegantere Taschenmesser

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Foto: Florian Rathcke

Reduce to the Max (plus ein bisschen Holz…)

Wenn man einmal mit dem Sammeln von Taschenmessern angefangen hat, ist es wie mit Tattoos: Man kann nicht mehr damit aufhören. Nach und nach wächst die schnittige Sammlung, bis man praktisch ein Messer für jeden Anlass hat. Die Messer von deejo sind genauso. Nur das man hier wirklich nur ein Messer für jeden Anlass hat. Ursprünglich als ultraleichtes Outdoormesser konzipiert (37g), hat die französische Messerschmiede es geschafft, ein Messer zu entwerfen, dass Alles zu gleich ist: klassisch, modern, praktisch, elegant, individuell, robust und wirklich scharf.

Foto: Florian Rathcke

Das Produkt

Das deejo Ursprungsmesser hört auf den treffenden Namen „Naked“. Es besteht komplett aus 420er Edelstahl und versichtet auf jeglichen Schnick-Schnack. Das Heft ist ein einfach Stahlrahmen, der nicht dicke ist, als die Klinge. Tatsächlich wäre das Messer ohne das Gelenk und den Gürtelclip gerade mal 4mm breit. deejo „Nude“ gibt es in drei Größen: 12,5cm und 15g (geschlossen 7cm), 17cm und 27g (geschlossen 9cm) und 20,5cm und 37g (geschlossen 11cm).

Das Modell „Wood“ gibt es in den Varianten 27g und 37g, wahlweise mit einem filigranen Profil aus Rosen-, Wacholder- oder Grenadil-Holz beschlagen, das sich als zusätzlicher Schutz entlang der Schneide schmiegt und dem Modell „Wood“ einen eher klassischen Charakter verleiht. Das hier abgebildete Modell, ist die Rosenholz Variante in 37g.

Die letzte, eher poppige Variante „Colors“, gibt es lediglich als 27g Modell mit Kunststoffbeschlägen in sechs unterschiedlichen Farben.

Foto: Florian Rathcke

Material & Qualität

Die allgemeine Formästhetik, sowie Materialien und Verarbeitung, sind sensationell. Das Messer ist so präziese entworfen und gearbeitet, dass das große Modell trotz einer Klingenlänge von 9,5 cm gerade mal auf die Größe eines Opinel 8 kommt. Durch seine flache Bauweise wirkt es sogar in der Tasche noch kleiner.

Bei all diesem minimalistische und kompakten Design wundert man sich zuerst über die Idee, dieses Messer mit einem Gürtelclip zu versehen. Aber in erster Instanz soll es ja noch immer ein Outdoormesser sein. Außerdem ist der Gürtelclip selbst so geschickt entworfen, dass er die recht ungriffige, weil flache, Form des Heftes „auffüllt“. Der Zeigefinger legt sich fast schon automatisch auf die Ausbuchtung, wo der Clip mit dem Heft verschraubt ist und die gleichzeitig als Federzug für den Clip dient.

Die Klinge steht beim „Nude“ so eng am Griff, das man sich um eventuelle Verletzungen nicht sorgen muss und bei den Variationen „Wood“ und „Colors“ wird die zusätzlich noch durch den Beschlag abgedeckt.

Foto: Florian Rathcke

Fazit

Ich bin so begeistert von der Durchdachtheit, Formästhetik, Haptik und Qualität dieses Produktes, dass ich es schon als modernen Design-Klassiker bezeichnen würde. Ich habe schon lange nichts mehr in der Hand gehalten, was dem Credo „Form folgt Funktion“ so gerecht wird. Alles Überflüssige wurde weg gelassen, alles hat eine Funktion, ohne dabei nüchtern zu wirken. Ganz im Gegenteil. Ich denke, wenn James Bond ein Taschenmesser zum Smoking wählen müsste, wäre es ein deejo.

Dabei wirkt der Preis von 35€ für das 37g „Wood“ schon fast lächerlich. Dieser Kauf ist etwas, das ich gern als „Nobrainer“ bezeichne. Also, hier geht es zur Website von deejo.

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